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ST 004-12 24.09.2012

Die Zukunft der Automation in der Umformtechnik ist hybrid

Die Zukunft der Automation in der Umformtechnik ist hybrid

Paul Cooke, Geschäftsleiter Vertrieb und Branchenmanagement Maschinen-, Anlagenbau und Engineering der Business Unit Industrial Applications der Bosch Rexroth AG

„Derzeit arbeiten nahezu alle Hersteller in der Umformtechnik an neuen Maschinenkonzepten, denn die Anwender fordern eine höhere Energieeffizienz, kürzere Taktzeiten, normgerechte Sicherheit und eine durchgängige Automatisierung: Lange Zeit setzten sie auf reine Hydrauliklösungen. Dann schwenkten einige auf rein elektrische Konzepte um, merken aber aktuell, dass sie damit nicht alle Anforderungen erfüllen können. Die Lösung: Hybride Automationslösungen, die die Vorteile der Hydraulik und Elektrik miteinander verbinden.

Die Hydraulik ist eine in Pressen bewährte Antriebstechnologie mit einer einzigartigen Kraftdichte und Robustheit. Auf der anderen Seite nahmen Hersteller und Anwender lange Zeit einen höheren Energieverbrauch der klassischen Hydraulik in Kauf. Durch den Umstieg auf elektrische Antriebe versuchen Maschinenhersteller, die Forderung nach höherer Energieeffizienz und durchgängiger Automatisierung zu erfüllen. Dabei vergeben Konstrukteure aber wichtige Chancen beispielsweise beim Bauraum und der Wartungsfreiheit. Neuere Entwicklungen bei der Verschmelzung von Hydraulik und Elektrik, so genannte Hybridlösungen, ebnen jetzt den Weg zu einer Synthese.

Dazu hat Rexroth die gesamte Erfahrung mit der Elektrohydraulik in die Software der Steuerungslösung IndraMotionMLC integriert. Die Best-in-class-Regler berücksichtigen die Besonderheiten der Fluidtechnik und ersetzen in den meisten Fällen das aufwändige Programmieren durch Parametrieren. Der Engineeringaufwand für den Maschinenhersteller sinkt dadurch deutlich. Er kann je nach Leistungsanforderung ohne große Veränderungen in der Maschinensteuerung die Bewegungen sowohl elektrisch als auch hydraulisch ausführen.

Die Anwenderforderung nach höherer Energieeffizienz erfüllen hybride Lösungen mit den drehzahlvariablen Pumpenantrieben Sytronix. Sie reduzieren den Energieverbrauch hydraulischer Anwendungen um bis zu 80 Prozent bei häufig sogar besserer Performance. Gleichzeitig senken sie die mittlere Geräuschemission deutlich herab. Damit können Maschinenhersteller die Verschleißfreiheit und die kompakten Einbaumaße der Hydraulik mit der elektrischen Intelligenz zu energieeffizienten Antrieben verknüpfen.

Die Entwicklung geht noch weiter: Auf der EuroBlech 2012 präsentiert Rexroth erstmals das Konzept der autarken Servoachsen, die unabhängig von der Antriebstechnologie lediglich einen elektrischen Anschluss benötigen. Sie eröffnen die freie Wahl zwischen elektrischen und hydraulischen Achsen. Identische Servoregler treiben wahlweise elektromechanische Linearachsen oder hydraulische Zylinder an. Damit gibt es bei der Montage, der Inbetriebnahme und der Parametrierung keinen Unterschied zwischen den elektromechanischen und hydraulischen Varianten. In der Hydraulikvariante ist der Fluidkreislauf komplett in dem Plug & Run-Modul integriert, ein externes Aggregat wird nicht benötigt. Dieser Ansatz kombiniert die Vorteile stufenlos regulierbarer hydraulischer Getriebe mit der hohen Energieeffizienz von Sytronix. Zusätzlich erschließt die dort integrierte Digitalhydraulik neue Möglichkeiten für energiesparende Hydraulikregelungen mit robusten on-off-Ventilen. Das zeigt: Die Automation der Zukunft in der Umformtechnik ist hybrid.“

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

 

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