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PI 023-14 Lohr am Main, 07.08.2014

Ein Kabel statt drei: Sercos-Master-Modul SERCANS vereinfacht Automatisierung

Mit dem neuen Sercos-Master-Modul SERCANS von Rexroth reicht ein einziges Ethernet-Kabel für die gesamte Echtzeit-, Nicht-Echtzeit und Sicherheitskommunikation.

Parallele Kommunikation von Sercos, EtherNet/IP, TCP/IP und Sicherheit

Mit dem neuen Sercos-Master-Modul SERCANS von Rexroth reicht ein Ethernet-Kabel für die gesamte Echtzeit-, Nicht-Echtzeit- und Sicherheitskommunikation. Konstrukteure haben damit die Möglichkeit beliebige Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander zu kombinieren, die Sercos, EtherNet/IP oder TCP/IP unterstützen. Diese PC-Einsteckkarte vereinfacht die Automatisierung einzelner Maschinenmodule ebenso wie die kompletter Maschinen.

Immer häufiger steigern in Echtzeit koordinierte Bewegungen die Produktivität von Maschinen und Anlagen. Gleichzeitig benötigen die Prozesse die Auswertung von zahlreichen Daten aus der Peripherie. Die Einbindung von Wägetransmittern, Kamerasystemen und einer Vielzahl anderer Sensoren erfordert bislang häufig eine zusätzliche Kommunikationsleitung. Ist dann noch eine Sicherheitssteuerung notwendig, müssen Maschinenhersteller oft noch eine dritte Bus-Leitung verlegen und in Betrieb nehmen. Mit der neuesten Firmware-Version reduziert SERCANS diesen Aufwand auf ein einziges Ethernet-Kabel für die gesamte Kommunikation.

Die PC-Einststeckkarte ist für den Dual-Master-Betrieb vorbereitet. Das erlaubt ohne Zusatz-Hardware den gemischten und direkten Betrieb von EtherNet/IP-, TCP/IP- und Sercos-Geräten. Die Sercos-Kommunikation stellt genügend Bandbreite für den parallelen Informationsaustausch von Echtzeit- und Nicht-Echtzeitdaten zur Verfügung. Jedes SERCANS-Master-Modul mit PCI-/PCI-Express-Schnittstelle verbindet bis zu 128 Sercos-Teilnehmer miteinander. Pro PC ist die Kombination von bis zu vier Sercos-Mastern möglich. Das steigert die Zahl der Teilnehmer auf bis zu 512 mit Sercos-Schnittstelle.

Die direkte Querkommunikation zwischen den Peripheriegeräten steigert die Produktivität und verkürzt die Taktzyklen, weil sie eine sehr schnelle Achskopplung und E/A-Kommunikation bereitstellt. Ein neuer Wizard vereinfacht das Engineering der Querkommunikation. Die strukturierte Speicherschnittstelle verwaltet übersichtlich zyklische-, System- und Diagnose-Daten, Konfigurationsdaten für HMI und Motion-Logic sowie Standard-Ethernet-Daten. Auch bevor eine Sercos III-Kommunikation durch den Master initiiert wurde, können die Netzwerkteilnehmer bereits Daten über TCP/IP, EtherNet/IP und das von Sercos spezifizierte S/IP-Protokoll austauschen. Darüber hinaus unterstützt Sercos das Hot-Pluging von Teilnehmern.

Zusätzlich überträgt das Ethernet-Kabel über CIP Safety on Sercos sicherheitsgerichtete Signale. Das Protokoll wurde von Sercos in Kooperation mit der ODVA definiert und ist nach IEC 61508 bis SIL3 zertifiziert. Eine zusätzliche Verkabelung für einen Sicherheitsbus entfällt, denn diese Signale werden neben den anderen Echtzeitdaten des Sercos-Netzwerks mit übertragen. So übernimmt beispielsweise die Sicherheitssteuerung SafeLogic compact von Rexroth beim Einsatz von SERCANS über das Ethernet-Kabel die Überwachung von mehr als 400 Antrieben mit ihren zertifizierten Sicherheitsfunktionen.

SERCANS vereinfacht die Realisierung von gemischten Infrastrukturen bei Werkzeugmaschinen ebenso wie in der Nahrungsmittel- und Pharma-Herstellung, der Verpackungsindustrie oder in der Montage- und Handhabungstechnik.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewer-tungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmens-bereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Ver-triebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch inno-vative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

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