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PI 081-14 Lohr am Main, 22.09.2014

Wettbewerbsvorteile durch einzigartige Prozessfunktionen

Individuelle Funktionserweiterungen mit dem Open Core Interface.

Ohne SPS individuelle Funktionen auf Rexroth-Steuerungen realisieren

Neue Freiheitsgrade für den Maschinenbau eröffnet Rexroth mit der Schnittstellentechnologie Open Core Interface. Sie erweitert die Engineering-Umgebung Open Core Engineering für die SPS-Automatisierung um eine Hochsprachenprogrammierung mit erweitertem Zugriff auf den Steuerungskern. Damit erstellen Maschinenhersteller individuelle Funktionen ohne zusätzliche Hardware und können sich eindeutig vom Wettbewerb unterscheiden.

Zu Standardsteuerungen gibt es oft keine wirtschaftlichen Alternativen. Dadurch mussten Maschinenhersteller bisher akzeptieren, dass sie nur solche Funktionen umsetzen konnten, die auch allen anderen Wettbewerbern zur Verfügung stehen. Diese Einschränkung schafft Rexroth jetzt ab. Mit der Schnittstellentechnologie Open Core Interface, können Maschinenhersteller erstmals eigenständig individuelle und echtzeitfähige Maschinenfunktionen außerhalb des SPS-Programmes realisieren.

Die Rexroth-Steuerungsplattformen IndraLogic XLC (SPS), IndraMotion MLC (Motion-Logic) und IndraMotion MTX (CNC) unterstützen die direkte Implementierung von individuellen Hochsprachenprogrammen in die Standardsteuerung. Die Programme greifen direkt auf die Firmware zu, was in dieser Form nur Rexroth ermöglicht. Damit können Maschinenhersteller auch Regelalgorithmen für komplexe Funktionen und Kinematiken zeitsparend selbst erstellen. Die Programmierer benötigen dazu keine SPS-Kenntnisse, sondern verwenden die als Quasi-Standard geltenden Hochsprachen C/C++.

Rexroth stellt Maschinenherstellern eine umfangreiche Bibliothek zur Verfügung, mit der Programmierer von individuellen Funktionen direkt auf die Steuerungsfunktion zugreifen. So steuern sie beispielsweise Achsen direkt an, ohne eine Zeile SPS-Programm zu schreiben. Damit schützt Open Core Interface das Know-how von Maschinenherstellern optimal.

Kürzere Zykluszeiten und höhere Produktivität

Die neuen Freiheitgrade ersetzen die bislang notwendige zusätzliche Steuerungs-Hardware für komplexe Prozessfunktionen. Das gilt beispielsweise für die Qualitätssicherung mit Kamerasystemen, für Registerregler zur optimierten Materialbearbeitung oder die dezentrale Auftragsdisposition an der Maschine. Diese in Hochsprachen programmierten Prozessabläufe mussten Maschinenhersteller bislang außerhalb der Maschinensteuerung auf einer separaten Steuerung realisieren. Die Kommunikation zwischen beiden Steuerungen erhöhte dabei die Komplexität der Automatisierungsarchitektur und den Engineering-Aufwand.

Die direkte Verarbeitung in der Maschinensteuerung reduziert diese Komplexität und verkürzt die Zykluszeiten deutlich. So verringern Druckmaschinen-Hersteller mit Open Core Interface bereits die Systemkosten, indem sie die Registerregelung komplett in das Motion-Logic-System von Rexroth verlagern. Das verhindert Registerfehler und steigert die Produktivität.

Effiziente SPS-Automatisierung

Zusätzlich zur neuen Schnittstellentechnologie Open Core Interface umfasst Open Core Engineering alle Software-Tools, Function Toolkits und offenen Standards für eine effiziente SPS-Automatisierung. Die vordefinierten Technologiefunktionen decken nahezu alle Standardaufgaben ab und verringern den Engineering-Aufwand. Dabei setzt Rexroth durchgängig auf offene Standards. Das erhöht für Maschinenhersteller die Zukunftssicherheit ihrer erstellten Software.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewer-tungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmens-bereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Ver-triebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch inno-vative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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