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Lohr am Main, 03.11.2015

Bosch Rexroth startet Sanierung des Produktbereichs Mobile Anwendungen

  • Zukunft sichern und wieder wachsen
  • Umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung
  • Berater der Arbeitnehmervertretung haben Sanierungskonzept validiert
  • Abbau von bis zu 1 150 Stellen bis Ende 2018 geplant
  • Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan beginnen
  • Wachstum durch Innovation und neue Vertriebswege

Lohr – Ende Juli hat Bosch Rexroth Kostensenkungen für den Produktbereich Mobile Anwendungen angekündigt. Seither führt das Unternehmen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern und ihren Beratern, damit sie das Sanierungskonzept auf Plausibilität prüfen und alternative Maßnahmen vorschlagen können. Ziel der von Bosch Rexroth angestrebten Sanierung ist es, mit einer Kostensenkung von 450 Millionen Euro die Zukunftsfähigkeit des Bereichs nachhaltig zu sichern. Dazu will das Unternehmen Überkapazitäten reduzieren, die Effizienz steigern und gleichzeitig zukünftiges Wachstum erleichtern. Die von der Arbeitnehmervertretung beauftragten Berater haben inzwischen das Konzept validiert. Bosch Rexroth prüft die von den Arbeitnehmervertretern gemachten Vorschläge umfassend und hat bereits einen Großteil davon im Konzept berücksichtigt. Das Unternehmen startet nun mit der Sanierung, und die Arbeitnehmervertreter können dabei weiterhin alternative Maßnahmen für die betroffenen Standorte vorschlagen.

Das Kostensenkungspaket zieht an den sechs deutschen Standorten Augsfeld, Elchingen, Homburg, Horb, Lohr und Schwieberdingen einen Stellenabbau von insgesamt bis zu 1 150 Stellen bis Ende 2018 nach sich. Der Stellenabbau soll so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden, unter anderem durch Abfindungen, Altersteilzeit oder die Vermittlung von Mitarbeitern an andere Standorte innerhalb der Bosch-Gruppe. „Wir können nun mit den Verhandlungen zu Sozialplan und Interessenausgleich beginnen. Unser Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, zeigt Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, die nächsten Schritte auf. In den Verhandlungen werden auch die Maßnahmen für die Standorte mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretern besprochen. Tragl betonte, dass die Unternehmensleitung auch weiterhin offen für Vorschläge der Arbeitnehmervertretung zur Sanierung der betroffenen Standorte sei, insbesondere wenn sie die Zahl der abzubauenden Stellen verkleinern können.

Einfachere Arbeitsabläufe und neue Produkte

Um die Kosten zu senken und den Produktbereich Mobile Anwendungen zu sanieren, hat Bosch Rexroth umfangreiche Maßnahmen geplant: Es werden einfachere Arbeitsabläufe eingeführt und kostengünstigere Werke außerhalb Deutschlands verstärkt genutzt. Ergänzend werden Fertigungsprozesse flexibler gestaltet, so dass Bosch Rexroth besser auf die immer stärker schwankende Nachfrage reagieren kann. Auch die Vertriebsprozesse sollen flexibler werden, um auf Kundenanforderungen schneller reagieren zu können. Gleichzeitig will das Unternehmen in die Entwicklung neuer Produkte investieren.

Rückläufige Nachfrage und Überkapazitäten erfordern Kostensenkung

Bosch Rexroth ist ein führender Zulieferer für mobile Anwendungen wie Bagger, Radlader, Gabelstapler, Traktoren oder Erntemaschinen. Die Nachfrage ist weltweit seit Jahren rückläufig und die Hersteller dieser Maschinen reduzieren ihre Kapazitäten, verlagern Werke in kostengünstigere Länder oder schließen sie ganz. Verschärfend kommt hinzu, dass in China der Absatz von Baumaschinen weiter eingebrochen ist, im ersten Halbjahr 2015 um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auf Mitarbeiterinformationsveranstaltungen an den sechs betroffenen Standorten hatte das Unternehmen Ende Juli die Arbeitnehmer über den Kostensenkungsbedarf in Höhe von rund 450 Mio. Euro informiert, der sich aus Produkt-, Material- und Personalkosten zusammensetzt. Seither wird das Sanierungskonzept mit den Arbeitnehmervertreter und ihren Beratern besprochen.

„Langfristig sind die Zielmärkte bei Mobile Anwendungen weiterhin attraktiv. Aber wir müssen jetzt auf die strukturellen Veränderungen der Märkte reagieren, um den Produktbereich für die Zukunft zu sichern und auf den Wachstumspfad zurückzukehren“, fasst Tragl die Kombination aus Kostensenkung, Investitionen in neue Produkte und die Neuausrichtung der Vertriebsstrukturen zusammen.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 33.700 Mitarbeiter 2014 einen Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 360.000 Mitarbeitern (Stand: 01.04.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro*. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2014 meldete Bosch weltweit rund 4.600 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

*Im Umsatzausweis 2014 sind die zwischenzeitlich komplett übernommenen bisherigen Gemeinschaftsunternehmen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (heute: BSH Hausgeräte GmbH) und ZF Lenksysteme GmbH (heute: Robert Bosch Automotive Steering GmbH) nicht enthalten.

 

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