Inhalt
PI 043-15 Lohr am Main, 16.11.2015

Schlanke Kommandos für Industrie 4.0

Mit der einfachen Skriptsprache Lua lassen sich Roboter schnell und unkompliziert in Betrieb nehmen.

Rexroth stellt Software Development Kit zur Skriptsprache Lua für

Open Core Interface zur Verfügung

Das Engineering-Framework Open Core Engineering von Rexroth unterstützt nun auch die Skriptsprache Lua. Anwender haben damit eine weitere Möglichkeit mehr Intelligenz in die Produktion zu bringen. Die einfache und verständliche Syntax von Lua hat sich weltweit bewährt. Die Vorteile, die beispielsweise zur Steuerung komplexer Figuren in Computerspielen genutzt werden, macht Bosch Rexroth jetzt auch der Automatisierungsbranche zugänglich. Lua lässt sich zur Steuerung von Robotern oder zur Programmierung von Achsbewegungen einsetzen. Der Endanwender kann sein Maschinenprogramm mit einfachen Software-Werkzeugen selbst optimieren – ohne eine Zeile SPS-Code programmieren zu müssen.

Lua eignet sich ideal für den Einsatz in kleinen, vernetzten Geräten und Steuerungen, da die Größe des Skript-Interpreters von weniger als einem halben Megabyte sehr gering ist. In der modularen Produktion können auf dem Werkstückträger per RFID-Chip gespeicherte Lua-Skripte komplette Arbeitsanweisungen enthalten. Maschinen in einem M2M-Verbund oder übergeordnete Produktionssysteme generieren Skripte selbständig, um damit weitere Prozesse und Maschinen anzusteuern – als Basis für vernetzte Maschinen-Intelligenz. Im Hinblick auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Industrie 4.0-Umfeld hat Rexroth den Lua-Interpreter in das Open Core Interface seiner IndraMotion MLC Steuerungen integriert. Maschinenbauer erstellen dadurch Lösungen mit einer Kombination aus Lua und SPS-Code, bei denen die kundenspezifischen Anteile in das Skript wandern. Dies verringert den Anpassungsaufwand für die technische Entwicklung deutlich.

Roboter einfacher programmieren und in Betrieb nehmen

Die Flexibilität von Lua macht anwendungsspezifische Kommandoschnittstellen möglich, mit denen sich Achsbewegungen von Robotern und anderen Maschinen sehr einfach definieren lassen. Beispielsweise gibt es von Rexroth eine einfache Funktionsbibliothek für die Programmiersprache Robot Control Language (RCL), die den Umstieg erleichtert. Als Ersatz für RCL nutzt das Steuerungssystem IndraMotion MLC dann Lua-Skript.

Um einen Pick-and-Place-Vorgang in Lua abzubilden, benötigen Konstrukteure keine aufwendigen Tools und Entwicklungsumgebungen mehr. Sie schreiben lediglich ein simples Skript in einem gewöhnlichen Texteditor und übertragen es per Filetransfer an die Steuerung. Nächste Ausbaustufen versprechen auch das browserbasierte Editieren und Testen auf dem integrierten Webserver der Steuerung.

Ist der anwendungsspezifische SPS-Code einmal in einfache, gut zugängliche Lua-Skripte verlagert, wird die Logik auch für den Endanwender transparent, verständlich und adaptierbar. Im Hinblick auf eine schnelle Inbetriebnahme lädt der Endanwender das Skript kurzerhand aus der Steuerung in den Texteditor und schließt die Programmierung der Achsbewegungen ab. Auch der Serviceaufwand vor Ort verringert sich, wenn künftige Anpassungen vom Kunden oder einem Techniker per Fernwartung vorgenommen werden.

Das Software Development Kit (SDK) zur Skriptsprache Lua für Open Core Interface kann ab sofort kostenfrei über das Engineering Network von Rexroth heruntergeladen werden. Als Entwicklungsumgebung dient das ebenfalls kostenfrei verfügbare Lua Development Toolkit (LDT).

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 33.700 Mitarbeiter 2014 einen Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 360 000 Mitarbeitern (Stand: 01.04.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro*. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2014 meldete Bosch weltweit rund 4 600 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse.

 

Pressesuche


Kontakt

Nicole von Killisch-Horn
Marktplatz  3
97816  Lohr a. Main
Telefon: +49 9352 18-6474
Fax: +49 711 811 517-1681
nicole.vonkillisch-horn@boschrexroth.de




Das könnte Sie auch interessieren

11.08.2016
Presseinformation

Die fünf teuersten Einspar-Ideen für die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen

Maschinenstillstand ist immer teuer, vor allem wenn dadurch eine ganze Produktionslinie zum Stillstand kommt. Bei Neumaschinen steht hier noch der Maschinenhersteller in der Haftung, danach liegt die Verantwortung allein bei der Instandhaltung des Betreibers. Instandhalter müssen aber ihre „unproduktiven“ Kosten ständig rechtfertigen und versuchen deshalb, sie zu senken. Doch manche kurzfristige Einsparidee verursacht am Ende nichts als wesentlich höhere Gesamtkosten. Hier die fünf teuersten und leider nicht seltenen Fehler bei der Wartung von Maschinen.


20.06.2016
Presseinformation

Zukunftssichere Automationslösungen für vernetzte Umgebungen

Hersteller von Montagelinien und Fertigungseinrichtungen stehen zunehmend vor der Herausforderung, dass ihre Kunden Industrie 4.0-fähige Lösungen für die variantenreiche Fertigung benötigen. Das erreichen Konstrukteure schon heute durch dezentral intelligente Automationslösungen mit offenen Schnittstellen für die horizontale und vertikale Vernetzung. Die Komponenten, Module und Software von Rexroth decken automatische und manuelle Stationen gleichermaßen ab und tauschen nahtlos Informationen in Echtzeit mit der Unternehmens-IT aus. Zusätzlich bindet das IoT Gateway auch bestehende Stationen und Maschinen wirtschaftlich in vernetzte Umgebungen ein und schützt damit die Investitionen der Betreiber.