Marginale Spalte

Selbstverpflichtung: eigene Werke optimieren

Juli 2011

 
 
 

Viele Unternehmen gehen durch Selbstverpflichtungen mit gutem Beispiel voran. Auch Bosch Rexroth will bis 2020 die CO2-Emissionen aller Werke weltweit um 20 Prozent reduzieren. In jedem Werk koordiniert ein Energiemanager die Maßnahmenplanung.

Bei Neubauprojekten wie zum Beispiel in China und Indien werden gemeinsam mit Energiespezialisten des Zentrums für angewandte Energieforschung sämtliche Reduzierungspotenziale geprüft. Dies schließt die Gewinnung regenerativer Energie durch Photovoltaik oder Solarthermie ebenso ein wie die Nutzung von Erdwärme oder die Ausrüstung der Verglasung mit optimalem Solar Heat Gain Coefficient. Dieser Koeffizient für solare Wärmegewinnung gibt an, welcher Wärmegewinn durch Sonneneinstrahlung bei Fenstern angesetzt werden kann.

Auch in Nord-und Südamerika wurden vielfältige Projekte gestartet. Im brasilianischen Werk Pomerode ist zum Beispiel ein eigenes Team mit dem treffenden Namen „Leakage Hunter Operation“ der Verschwendung von Druckluft auf der Spur.

Umfangreiche Aktivitäten gibt es an den europäischen Standorten. In Deutschland kommt in Schweinfurt eine innovative Gebäudesimulation zum Einsatz, in Elchingen wird die Abwärmenutzung mithilfe von Sorptionsmaterialien untersucht. Viele neue Ansätze lieferte ein weltweiter Ideenwettbewerb. Das türkische Werk in Bursa entwickelte ein Konzept zur Nutzung von Härterei-Abwärme mit einem jährlichen Einsparpotenzial von über 800 Tonnen CO2.

Die pfiffigste Idee kam aus dem französischen Vénissieux: ein RFID-Sensor zur Steuerung von Reinigungsanlagen. Preisträger des Bosch-weiten Wettbewerbs wurde das Rexroth-Werk im schottischen Glenrothes mit der bedarfsgerechten Steuerung von Motorenprüfständen und dem besten Aufwand-Nutzen-Verhältnis.