Performance für mobile Arbeitsmaschinen

Performance für mobile Arbeitsmaschinen
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November 2016

 

Sparsam, leise, aber unverändert kraftvoll sollen die Fahr- und Arbeitsantriebe der Zukunft sein. Bosch Rexroth hat deshalb rund um mobile Arbeitsmaschinen ein ganzheitliches System leistungsfähiger Komponenten im Angebot: für Anwendungen auf dem Feld, der Baustelle, dem Containerterminal oder im Kommunalbetrieb.

Als Lösungsanbieter und Systempartner der OEM ist Bosch Rexroth ein Treiber bei der Elektronifizierung der Hydraulik in mobilen Arbeitsmaschinen. Dafür werden die physikalischen Vorteile der Hydraulik mit der Flexibilität softwarebasierter Regler verbunden. Das macht auch die Energiespeicherung und bedarfsorientierte Energiebereitstellung möglich. Bertram Hoffmann, Vorstand der Bosch Rexroth AG für die Business Unit Mobile Applications: „Unsere Arbeits- und Fahrhydraulik liefert bereits heute erhebliche Beiträge, den Dieselverbrauch und damit die Abgasemissionen von mobilen Arbeitsmaschinen stark zu verringern. Entscheidend dabei ist, dass wir die gewohnte Leistung und die Agilität der Hydraulik beibehalten oder – wenn der Kunde das wünscht – sogar steigern.“

Neben anwendungstypischen Komponenten entwickelt Bosch Rexroth mit Design-to-Region an regionale Anforderungen angepasste Lösungen. Ein Beispiel ist EDIS, das Energy Demand-oriented Implement System. Es ist abgestimmt auf das Segment der mittleren Radlader im chinesischen Markt, erhöht mit einer rein hydraulisch oder elektrisch regelbaren Verstellpumpe die Energieeffizienz deutlich und senkt den Dieselverbrauch um bis zu zehn Prozent.

Mit Hydromotoren über Stock und Stein

In Verbindung mit hocheffizienten Hydromotoren und der passenden Software bietet Rexroth Komplettlösungen, die den Verbrauch sowie die Abgasemissionen reduzieren und gleichzeitig den Fahrkomfort verbessern. Die normgerecht ausgelegte Fahrantriebssoftware DRC beispielsweise ermöglicht eine ganzheitliche Antriebssteuerung für das wirkungsvolle Zusammenspiel aller Fahrantriebskomponenten. Darüber hinaus ­senken integrierte Eco-Funktionen bei geringer Leistungsanforderung den Kraftstoffverbrauch und die Geräuschemission der Maschine um bis zu 20 Prozent. Die Software unterstützt auch die neue Baureihe der Axialkolben-Verstellpumpe A4VG, die mit integrierter Sensorik die künftigen Anforderungen an elektronifizierte Fahrantriebe vorwegnimmt. Mit neuen Konzepten für hydrostatische Fahrantriebe lassen sich gleichzeitig effiziente und sparsame Lösungen umsetzen. Die Manövrierfähigkeit von Lkw auf Schnee, Eis, Schlamm und unbefestigten Pisten verbessert der hydrostatische Zusatzantrieb Hydraulic Traction Assistant (HTA). Dabei ersetzen Radial­kolbenmotoren an der Radnabe den klassischen mechanischen Allradantrieb, sparen 400 Kilogramm Gewicht und senken den Verbrauch.

Sanfte Kraft im Arbeitsmodus

Eine deutlich verbesserte Energieeffizienz durch geringere Druckverluste bietet ein neuer modularer Steuerblock mit lastdruckunabhängiger Durchflussverteilung. Konzipiert für Planierraupen und Radlader bis 16 Tonnen senkt der Steuerblock mit dem Kürzel RS15WL neben dem Dieselverbrauch auch die Abgasemissionen. Bei Landmaschinen lässt sich ebenfalls viel Energie sparen. Waren bislang Traktoren der 90-PS-Klasse aus Kostengründen meist mit Konstantpumpen ausgestattet, sorgt die Axialkolben-Verstellpumpe A1VO für einen bedarfsgerechten Abruf der Leistung und reduziert im Teillastbereich den Dieselverbrauch um bis zu 15 Prozent.

Warten statt reparieren

Beim Thema Konnektivität schließlich konzentriert sich Bosch Rexroth auf die Steigerung der Verfügbarkeit aller Maschinen im Arbeitseinsatz. Eine ganze Palette an Sensoren für Position, Temperatur oder Druck ist in die Hydraulik integriert, um Informationen über den Betriebszustand zu erfassen und weiterzuleiten. Was diese Elektronifizierung bewirkt, zeigt die Axialkolben-Verstellpumpe A4VG. Sie leitet über eine offene Schnittstelle zuvor erfasste Sensordaten an das Steuergerät der Maschine. Das kommuniziert via Internet mit der Cloud zum Beispiel des OEM. So ist der Maschinenzustand zu jeder Minute transparent. Der teure Ausfall zum Saisonhöhepunkt ist Vergangenheit, vorbeugende Wartung garantiert jetzt höchste Verfügbarkeit.

Mobile Arbeitsmaschinen: Elektronik sorgt für das Plus an Effizienz

„Wir brauchen intelligente Hydrauliksysteme.“