Marginale Spalte

Über Kopf unter Tage

Juli 2013

 

Der Sacklochbohrer Redbore 30 knackt auch schwer zugängliche Erzeinlagerungen. Dank einem Hydraulik-Direktantrieb ist er kompakt, leicht und extrem stark.

 
 

Geht direkt durch die Decke: der Sacklochbohrer Redbore 30.
Foto: The Redpath Group

Langsam fräst sich der Bohrkopf in den Fels – es knirscht und knackt, während er sich kraftvoll immer tiefer ins Gestein dreht. Der Sacklochbohrer Redbore 30 hat eine klare Mission: Er ist auf der Suche nach Erzvorkommen, die sich sonst nur durch teure, zusätzliche Maßnahmen erschließen lassen.

Das Besondere an dem Bohrer: Er arbeitet über Kopf und bohrt sich nach oben ins Gestein. Es ist die erste Maschine, die J. S. Redpath speziell für diese Anwendung mit Direktantrieb entwickelt hat. Dem Anwender spart das Kosten, da er sich keine Stollen oberhalb des Erzkörpers erschließen muss. Der Hägglunds CA 140-120 Hydraulik Direktantrieb von Rexroth macht diese Bohrrichtung möglich. Der äußerst kompakte und kurze Motor mit nach oben zeigender Welle ermöglicht einen direkten Anbau, selbst bei beengten Einbauverhältnissen.

Für die Entwickler des Herstellers J. S. Redpath Limited im kanadischen Ontario gab es darum gleich eine ganze Reihe von Anforderungen für ihren neuen Bohrer: Er sollte möglichst platzsparend, robust sowie extrem leistungsstark sein und er musste nach oben ins Gestein bohren können. Dasselbe galt für die Komponenten.

Bei der Antriebstechnik fiel die Wahl darum auf den kompakten Hägglunds-Hydraulikantrieb – damit hatte Redpath in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht: „Der Hägglunds-Antrieb mit hohem Drehmoment und niedriger Drehzahl ist der bewährte Cadillac unter den hydraulischen Antrieben auf dem Markt“, betont Rick Pearson, Fertigungsleiter bei Redpath. „Es gibt nichts Besseres.“

Geringer Platzbedarf

Für den Redbore 30 gab vor allem die kompakte und leichte Bauweise des Hydraulikantriebs den Ausschlag: Er nimmt wenig Platz in Anspruch, da er ohne Getriebe, Kupplung oder Unterbau auskommt, die zusätzlich Raum benötigen würden. Des Weiteren ist er sehr robust und unempfindlich gegen die harten Stoßbelastungen. „Der Hägglunds-Antrieb verwandelt den Redbore 30 von einem normalen Werkzeug für den Bergbau in eine profitable Produktionsmaschine“, betont Pearson. Dazu trägt auch die durchgehende Antriebswelle bei.

Während des Bohrvorgangs lassen sich darüber die Pilotbohrkrone und der sogenannte Räumer, der Erweiterungsbohrkopf, mit Luft und Wasser kühlen. Das stellt sicher, dass der kompakte Redbore 30 immer einen kühlen Kopf bewahrt, wenn er sich mit hohem Drehmoment, variablen Geschwindigkeiten und Drehmomentbegrenzung zielsicher durch Gestein bohrt.