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SOMA Engineering

SOMA Engineering stellt seit Anfang der 90er-Jahre hoch­wertige Verarbeitungs- und Druckmaschinen her. Die in drei Baureihen angebotenen SOMA Zentralzylinder-Flexodruckmaschinen bedrucken flexible Verpackungsmaterialien wie Kunststofffolien oder Papier in unterschiedlichen Materialstärken. Acht bis zehn Druckwerke sind kreisförmig um den zentralen Zylinder mit einem Durchmesser von mehr als drei Metern angeordnet.

Inhalt

Juli 2016

 

Der tschechische Maschinenhersteller SOMA Engineering setzt bei seinen Zentralzylinder-Flexodruckmaschinen auf Sicherheitstechnik von Rexroth.

Umrüstzeiten rücken in vielen Branchen zunehmend in den Fokus. So auch im Druckereigewerbe, wo sie aufgrund sinkender Auflagen und damit häufigerer Auftragswechsel immer wichtiger werden. Druckmaschinenhersteller können ihre Kunden hier am besten unterstützen, wenn sie die Prozess- und Sicherheitsfunktionen in die Maschinensoftware verlagern und den Engineeringaufwand durch vorprogrammierte Technologiefunktionen und modulare Sicherheitstechnik reduzieren. SOMA Engineering, ein tschechischer Hersteller von Zentralzylinder-Flexodruckmaschinen, setzt bei seiner neuesten Maschinengeneration deshalb auf die Automatisierungslösung IndraMotion von Rexroth. Sie umfasst ein Motion-Logic-System mit zahlreichen vorprogrammierten drucktypischen Technologiefunktionen, unter anderem eine Zugspannungsregelung, die Registerregelung sowie intelligente Servoantriebstechnik. Für eine sichere Umrüstung kombinieren die tschechischen Konstrukteure eine zentrale Sicherheitssteuerung mit dezentralen, in den Antrieben integrierten Sicherheitsfunktionen. Weil sie die Sicherheit ohne Umweg über die Steuerung überwachen, können dezentrale Sicherheitsfunktionen von Rexroth im Fehlerfall schnell reagieren. Das ist bei SOMA Engineering besonders wichtig, da das Unternehmen hochdynamische Direktantriebstechnik für den Zentralzylinder und weitere Funktionen einsetzt.

Zutritt verboten!

Der Arbeitsraum der Maschine ist im Druckbetrieb geschlossen. Die Sicherheitssteuerung SafeLogic compact überwacht die Türkontakte und verhindert mit der Funktion Safe Door Locking (SDL) unbefugtes Eintreten in den Druckbereich. Wenn die Maschine steht, schützen zusätzlich passende Sicherheitsfunktionen die Bediener, während sie die Maschine einrichten, reinigen, umrüsten oder einen Fehler beheben.

Für eine schnelle Umrüstung setzt SOMA auf die Sleevetechnologie. Das Bedienpersonal kann die Sleeves während des Betriebs gefahrlos tauschen, obwohl sich der Antrieb noch in Regelung befindet. Denn mit der Rexroth-Lösung muss die Maschine dazu nicht stromlos gesetzt werden: Die entsprechenden Antriebe sind in einer Sicherheitszone zusammengefasst, für die die Sicherheitsfunktionen mit einem Softwarebefehl aktiviert werden. So nutzt SOMA Engineering für den Sleevewechsel die Sicherheitsfunktion Safe Operating Stop (SOS). Sie überwacht, ob der Motor exakt seine Position hält.

Geringer Engineeringaufwand

Die einheitliche Programmierumgebung IndraWorks sowie die Kombination der Sicherheitssteuerung mit den in den IndraDrive Antrieben integrierten und zertifizierten Sicherheitsfunktionen reduzieren den Engineeringaufwand erheblich. Denn die modulare Steuerungslösung fügt sich in die unterschiedlichsten Automatisierungslösungen ein, indem sie mit den Peripherie­signalen wächst. Der Safety Wizard führt den Anwender durch das Setzen der sicheren Antriebsparameter, gewährleistet, dass alle benötigten Sicherheitsfunktionen konfiguriert und parametriert wurden und erstellt einen Abnahmebericht.

Einfache Konfiguration

Mit dem SafeLogic Designer konfigurieren und programmieren Anwender die SafeLogic compact und nehmen sie in Betrieb. Das Programm entsteht durch grafisches Verbinden der konfigurierten Ein- und Ausgänge mit Elementen aus der umfangreichen Bausteinbibliothek. Im Simulationsmodus lässt sich schnell feststellen, ob es fehlerfrei läuft. Eine weitere Besonderheit: Die Sicherheitssteuerungen von Rexroth arbeiten rückwirkungsfrei. So können Maschinenhersteller ihr Maschinenprogramm und die Prozesse an Kundenwünsche anpassen, ohne das Safety-Programm der Sicherheitssteuerung modifizieren und neu verifizieren zu müssen.