Radialkolbenmotoren für die Kautschukherstellung

Radialkolbenmotoren für die Kautschukherstellung
Marginale Spalte
Inhalt

März 2016

 

Um verschiedene Kautschukmischungen optimal kneten und walzen zu können, braucht es starke Antriebe. KRAIBURG, Spezialist für individuelle Kautschukmischungen, setzt darum auf Hägglunds Antriebe von Rexroth.

Ob Scheibenwischerblatt oder Kühlschlauch – zunächst muss der richtige Gummi entstehen. Dafür stellt ein Kneter mit Rotoren die Kautschukmischungen her. Im Anschluss kommt die Mischung in ein Mischwalzwerk, wo sie immer wieder durch die Walzen geführt wird und dabei fein homogenisiert. Die richtige Rezeptur der Mischung ist entscheidend für die spätere Funktion und Langlebigkeit des Materials in der Anwendung. Davon hat KRAIBURG eine ganze Menge in seiner Datenbank.

Größte Mischungsvielfalt in Europa

Günther Beisser, tätig in der Anlagenplanung bei KRAIBURG, sagt: „Rund 4.000 unterschiedliche Mischungen werden von unseren Kunden als lebende Rezepturen auch wirklich bestellt.“ Bei der Bandbreite ist für KRAIBURG besonders wichtig, möglichst viele unterschiedliche Produkte auf einer Anlage fahren zu können.

Die Maschinen müssen so ausgelegt sein, dass sie sowohl weiche als auch harte Mischungen herstellen können. Deshalb ist es für KRAIBURG essenziell, dass die Antriebe ihr Nennmoment über den gesamten Drehzahlbereich liefern. Diese Anforderung erfüllen die Hägglunds Antriebe.

Schneller Stopp

Die Produktionsmitarbeiter bei KRAIBURG arbeiten während eines Auftrags ständig am Mischwalzwerk, schneiden die Mischung aus und heben sie auf den sogenannten Stockblender. Die Bedienersicherheit ist daher ein besonders wichtiges Thema bei dem oberbayrischen Unternehmen. „Die Walzennorm sieht vor, dass im Falle einer Notabschaltung die Walzen nach spätestens 57,3 Grad stehen müssen“, erklärt Beisser. Bei Hägglunds Antrieben steht die Walze schon nach einem Winkel von zehn Grad. „Das sind die besten Werte, die wir auf dem Markt finden konnten.“ Erweitert wird der schnelle Stopp von einer Reversiereinheit von Rexroth pro Walzwerk. Sie lässt die Walzen bei Bedarf rückwärtslaufen, wenn sie bei Not-Aus ihren maximalen Walzenabstand erreicht haben.

Weil neben Funktion und Sicherheit auch die Energieeffizienz einen immer größeren Stellenwert einnimmt, arbeitet das Unternehmen derzeit zusammen mit Bosch Rexroth an der noch effektiveren und stromsparenderen Ansteuerung der Hydraulikaggregate.